DLRG-Rettungsschein

Voraussetzungen:

	- Mitgliedschaft in der DLRG
	- Tauchtauglichkeit nachgewiesen gemäß den Bestimmungen der BAGUV
	- Mindestalter 18 Jahre
	- Besitz des Deutschen Rettungsschwimmabzeichens - Silber, nicht älter als 3  Jahre

	Zusätzliche Leistungen für die erste Prüfung zum DLRG-Rettungstauchschein 
	(gilt nur für den Ersterwerb, nicht für Wiederholungsprüfungen):

	A:  Nachweis von Tauchgängen mit bestimmten Aufgabenstellungen:

	20 Minuten auf 10 m, während des Tauchgangs Tauchbrille in 10 m Tiefe abnehmen,
	aufsetzen und ausblasen (bei sehr kalten Gewässern genügt Fluten und Ausblasen 
	der Tauchbrille)

	20 Minuten auf 10 m, am Ende des Tauchgangs Simulation eines verlangsamten
	Notaufstiegs (auf gleicher Höhe mit dem Prüfer) aus 5 m Wassertiefe unter 
	Herausnahme des Gerätemundstücks und kontrollierter Luftabgabe beim Aufstieg

	20 Minuten auf 10 m mit Westenübung: Nach dem Abtauchen auf 10 m Tiefe tariert
	sich der Taucher anschließend durch Einblasen von Ausatemluft in die Tarierweste 
	aus. Dabei muß in kurzer Zeit hydrostatisches Gleichgewicht hergestellt sein

	10 Minuten auf 20 m mit Westenübung in 20 m Wassertiefe: Einblasen von 
	Ausatemluft in die Tarierweste bis Auftrieb entsteht, Aufstieg unter 
	Geräteatmung ohne Flossenbenutzung auf 10 m, anschließend Fortsetzung des 
	Tauchgangs

	10 Minuten auf 20 m, geschwindigkeitskontrollierter Aufstieg von mindestens
	zwei Minuten Dauer aus 20 m Tiefe unter wechselseitiger Atmung von zwei 
	Tauchern aus einem Gerät, anschließend 10 Minuten Schnorcheln in voller
	Ausrüstung

	- B: Nachweis von mindestens 12 Freigewässer-Tauchstunden in Tiefen von 
	     mindestens 6 m innerhalb eines Jahres vor Abschluß der 
	     Rettungstauchprüfung

	- C: Nachweis im Logbuch von mindestens einem Tauchgang im Strom  innerhalb 
	     der letzten zwölf Monate

	- D: Nachweis von mindestens zwei verschiedenen Sprungübungen aus 1 m  Höhe 
	     (in voller Gerätetauchausrüstung)

	- E: Nachweis im Logbuch/Dienstbuch von weiteren 25 Gerätetauchstunden im 
	     Hallenbad und/oder Freigewässer


Leistungen:

Prüfung in Grundausrüstung 

	* 750 m Schnorcheln, davon jeweils 250 m in Bauch-, Seit- und Rückenlage  
	  ohne Armbewegung im Freigewässer

	* 250 m Schnorcheln im Freigewässer mit Armbewegung, aber nur mit  einer 
	  Flosse (Schwimmlage nach Wunsch)

	* Innerhalb einer Minute zweimal Tieftauchen auf 5 m, wahlweise kann 
	  innerhalb einer Minute auch dreimal auf 4 m abgetaucht werden

	* Bergen eines "bewußtlosen" Gerätetauchers im Freigewässer aus 5 m Tiefe, 
	  anschließend 100 m ans Ufer schleppen und den "Verunglückten" an Land 
	  bringen

Prüfung in Grundausrüstung und 3 kg Blei

	* 10 m Tieftauchen
	* 40 m Streckentauchen
	* 45 Sekunden Zeittauchen

	Prüfung in voller Tauchausrüstung
	* 500 m Geräteschnorcheln

	* 15 Minuten Tauchgang in Wassertiefen zwischen 8 und 15 m, wobei 
	  folgende Aufgaben zu erfüllen sind:
	  Geben und Empfangen von Handzeichen
	  Abnehmen, Aufsetzen und Entwässern der Tauchbrille
	  5 Minuten Wechselatmung zweier Taucher aus einem Gerät 
	  Erledigung einer Unterwasserarbeit

	* Geschicklichkeitsübung:
	  Antauchen aus 25 m Entfernung, Anatmen und Anlegen eines in ca. 3 m 
	  Wassertiefe liegenden Tauchgerätes (das Tauchgerät muß verschlossen sein);
	  Durchtauchen einer abgesteckten Strecke mit erhöhten Anforderungen. Am Ende
	  der Strecke ist das Tauchgerät unter Wasser (am Ausgangspunkt) wieder 
	  abzulegen

	* Leinenführung (Suchübung als Leinenführer und als Taucher)

	* 100 m Schleppen eines Tauchers

	* Rettungsübung:
	  Der Prüfling hat einen in 6 bis 8 m Tiefe wartenden Kameraden anzutauchen; 
	  beide haben vollständige Tauchausrüstung zu tragen (einschließlich 
	  Sicherheitsleine); die Sicherheitsleine des zu rettenden Tauchers darf vom 
	  Prüfling zur Orientierung verwendet werden; der zu rettende Taucher ist mit
     	  seiner Tauchausrüstung an die Oberfläche zu bringen, mit einem beliebigen 
	  Griff zum Ufer zu schleppen und an Land zu bringen; danach unverzügliche
	  Einleitung der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW)

	- Theoretische Prüfung:
	* Schriftliche Prüfung gemäß Ausführungsbestimmungen
	* Knotenkunde:
	  Kreuzknoten, Palstek, Schotstek, Roringstek, Webeleinstek 
	  (von diesen Knoten sind der Palstek sowie zwei weitere Knoten nach 
	  freier Wahl vorzuführen)